Patientenverfügung für Corona-Skeptiker: Bitte nicht beatmen

Der Schweizer Gesundheitsökonom Willy Oggier schlägt in einem aktuellen Interview mit der „Basler Zeitung“ vor, sogenannten „Corona-Skeptikern“ im Covid-19-Er­krank­ungsfall keine intensivmedizinische Versorgung zu geben, falls es zu Engpässen kommt. „Ich finde es fairer, wenn der selbsternannte Corona-Rebell das Nachsehen hat, als wenn es einfach den ältesten Patienten im Raum trifft“, erklärt er weiter. Der Experte hat da sicher einen Punkt – warum sollen Menschen behandelt werden, die aktiv zu Ansteckung und Verbreitung des Virus beigetragen haben, indem sie entweder ungeschützte Treffen hatten oder die Gefährlichkeit der Pandemie öffentlich leugneten? Im Notfall, wenn die Intensivstationen überfüllt sind, müssen Ärzte ent­scheiden, wer weiter beatmet wird und wer sterben muss. Damit die Entscheidung dafür beim Einzelnen bleibt und die individuelle Freiheit so wenig wie möglich ein­geschränkt wird, sollten die sogenannten „Corona-Skeptiker“ doch einfach Pa­tien­ten­verfügungen ausfüllen und mit sich führen, damit sie nicht versehentlich im Kranken­haus wegen Covid-19 behandelt oder gar beatmet und gegen ihren Willen am Leben gehalten werden. via tagesspiegel

pic Philipp Lensing cc by sa