Russischer Militärstützpunkt in Kurdistan: Afrin

Nach Verhandlungen mit der YPG wird Russland einen Militärstützpunkt im nordsyrischen Afrin (ca 30km von Aleppo und halb so weit zur türkischen Grenze) eröffnen. Dort sollen Kämpfer der kurdischen Befreiungsarmee „gegen den Terrorismus“ ausgebildet und ausgerüstet werden, die neuen Bataillone erhalten einen Sold über dem kurdischen Mindestlohn. Damit zeigt die russische Regierung diplomatisch geschickt, dass die Kurden weder anti-türkische Terroristen noch exklusive Verbündete der USA sind, sondern nach Ende des Kriegs bei der Neuordnung Syriens ein klares Wort mitzureden haben. Gleichzeitig ist es ein Statement an die Adresse Erdogans, der bekanntlich von einer Erweiterung des türkisch-osmanischen Reichs in die kurdischen Gebiete in Syrien und im Irak träumt. Ich sags nur ungern, aber ohne Putin und seine Diplomaten wäre das alles noch viel schlimmer. Für die Kurden, für Syrien, für die gesamte Region. reuters, aljazeera, pic von Afrin vor dem Krieg: Bertramz cc by